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Los 3 – Tunnelbau "Guntenflüeli"

 

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Zum Schutz des Städtchens Klus sowie der geschützten Felsnase Guntenflüeli und zur möglichst geringen Beeinträchtigung des Orts- und Landschaftsbildes, wird die Entlastungsstrasse durch den Berg geführt. Der Tunnel wird bergmännisch im Sprengvortrieb ausgebrochen.

Das Los 3 beinhaltet folgende Projektelemente:

  • Tunnel Guntenflüeli
  • Tunnelportal Süd
  • Tunnelportal Nord 
  • Technikgebäude
  • Felssicherungsmassnahmen

Tunnelportal Süd

Südportal-bearb-web.jpgDas Tunnelportal Süd mit Blick vom Schloss Alt Falkenstein: Während sich die Portaldecke an der Entlastungsstrasse orientiert, rechtwinklig zur Strasse abgeschlossen wird und somit ein Dach mit Steinschlagschutzfunktion bildet, orientieren sich die Seitenflächen an der Umgebung.

Tunnelportal Nord

Unterführung-web.jpgTunnelportal Nord mit Unterführung Lebernweg, vom Bahnübergang Hunweg betrachtet.


Technikgebäude beim Portal Nord (Visualisierung)

Visualisierung-Portal-Nord-web.jpg
Das Technikgebäude wird westseitig am Tunnelportal Nord angeordnet und grenzt sich gestalterisch klar vom Tunnelportal ab. Das Technikgebäude weist vertikale Wände aus anthrazit gefärbtem Sichtbeton auf. Entlang der Stirnfassade verläuft ein Glasband als Erkennungsmerkmal der Entlastungsstrasse.

Im Technikgebäude laufen alle Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen des Tunnels zusammen und werden dort gesteuert. Im hinteren Bereich befindet sich zudem für Betriebs- und Unterhaltsarbeiten ein direkter Zugang zum Brückenwiderlager und zum Tunnel.
Tunnel-Normalprofil-A-600-web.jpgNormalprofil

Tunnel Guntenflüeli
Tunnellänge
223 Meter
Längsprofil
langgezogene Rechtskurve, siehe separate Pläne in der Beilage
Querprofil
Rundprofil im Berg, Portalzonen Trapezförmig
Fahrbahnbreite
je 4.00 m
Lichte Höhe
im Fahrraum 5.4 m (Ausnahmetransport Typ I)
Betriebsart
eine Röhre, zweispurig im Gegenverkehrsbetrieb
Geschwindigkeit
Projektierungsgeschwindigkeit: 60 km/h
Benutzer
ausschliesslich Motorfahrzeuge, keine Fahrräder und Fussgänger
 

Felssicherungsmassnahmen –
eine Herausforderung am Tunnelportal Süd


Guntenflüeli-mit-Portal-Süd-web.jpg
Markante Felswände hinter dem Portal Süd

Beim Portal Süd besteht infolge der sich in der Nähe befindlichen steilstehenden Felswände und Abrisskanten eine Gefährdung bezüglich Steinschlag. Die Gefährdung im Portalbereich besteht sowohl während dem Bau als auch während dem Betrieb.
Die Berechnungen der Steinfalllinien und die Analyse der lokalen Gegebenheiten zeigte, dass das Portal mit einem Steinschlagschutznetz gesichert werden muss.

 

Steinschlagschutz-web-800 gedreht.jpg

Blick von oben auf das Tunnelportal Süd (rot) und den Viadukt (dunkelorange). Der Plan ist zum besseren Verständnis seitenverkehrt angeordnet, passt also zum oberen Foto. Beim anklicken wird der vergrösserte Plan in einem separaten Fenster seitenrichtig, also lesbar angezeigt.

In der steilen Felswand unmittelbar bei der Entlastungsstrasse ist ein rund 75m langes und 5m hohes Netz angeordnet. Die unter der Netzlage liegende Felspartie (stärker rot, rechts) wird bereichsweise mit einem Steinschlagvorhang aus hochfestem Stahldrahtgeflecht geschützt.
Damit wird gewährleistet, dass herunterfallende Steine nicht auf die Fahrbahn fallen, sondern nahe der Felswand zurückgehalten werden.
Unmittelbar südlich des Steinschlagschutznetzes wird die bestehende Felssicherung der Felsnase geodätisch überwacht und mittels in Betonlongarinen angeordneten vorgespannten Ankern saniert (Bohrlöcher als rote Linien).